mobile-first-video

mobile-first Video

Es gibt kaum einen Zweifel daran, dass wir das Internet immer häufiger in der Tasche tragen: Die mobile Internetnutzung stellt gegenwärtig (Stand 2018) etwa 52% der weltweiten online-Mediennutzung gemessen am Web-Traffic dar. Handys werden insbesondere für die Nutzung von Social-Media bevorzugt. So greifen nur 5 Prozent der weltweiten Facebook Nutzer nicht über ein mobiles Gerät auf die Plattform zu.

Experten gehen davon aus, dass der Konsum von Videos auf mobilen Endgeräten um 2020 etwa 75% des mobilen Traffics ausmachen wird. Alle nennenswerten Social-Media Plattformen sind mobile first optimiert und bieten dementsprechende Möglichkeiten der mobil optimierten Videonutzung und -bewerbung. Relevant für die Produktion von mobile-first Videocontent ist somit die Beobachtung, dass mobile Internetnutzer ihre Endgeräte laut einer Studie des Forbes Magazins zu 94% der Nutzungszeit vertikal halten.

Hinsichtlich der Aufbereitung von mobile-first Videocontent ergeben sich auf Basis der genannten Erkenntnisse verschiedene Empfehlungen. Mobil optimierte Videos sollten idealerweise vertikal angelegt werden und im Format 1:1 oder 9:16 ausgegeben werden. Idealerweise wird für Social-Media produzierter Videocontent bereits in der Planungsphase mobile-first gedacht, das heißt etwa, dass key-visuals oder Protagonisten eher mittig platziert werden, statt Gebrauch vom Goldenen Schnitt zu machen. Zudem sollten die Inhalte auch ohne Ton vermittelbar sein, da die meisten Videoanzeigen in Feeds standardmäßig ohne Ton abgespielt werden. Der Gebrauch von Untertiteln, sowie das Einblenden von Logos, Produkten oder key visuals können dazu beitragen, Nachrichten auch ohne Ton zu vermitteln. Für klassische Ads ohne tiefgehende Inhalte empfiehlt sich für die Dauer der Videos eine Orientierung an Facebooks Plädoyer für 6-Sekunden-Videos. Sofern bereits Videoinhalte in einem Querformat vorhanden sind, deren Konzeption eine Verwendung im Hochformat erlaubt, gibt es neben professioneller Videobearbeitungssofware im Netz eine Reihe an Converter-Tools, die mit ein paar Klicks aus 16:9 Formaten 9:16 oder 1:1 Formate machen:

social-media-video-optimierung
social-media-video-optimierung via ezgif

 

 

Zusammenfassend lassen sich folgende Vor- und Nachteile für die Nutzung von mobile-first Videos festhalten:

Pro

  • Die Ad oder der Content erscheint größer im Feed, da das Video mit 1:1 oder 9:16 mehr Platz auf dem Bildschirm der jeweiligen Endgeräte einnimmt. Dies nicht nur bei mobiler Ansicht, sondern auch am Desktop, da die meisten Social Media Plattformen mobile first designt sind. Lediglich bei der Fullscreen-Ansicht am Desktop kommt es bei mobile-first Videos seitlich zu Letterboxen.
  • Nutzer verbleiben nachweislich länger bei den für die mobile Ansicht optimierten Posts, wenn sie durch den Feed scrollen.
  • Da mobile-first Videos im 1:1 Verhältnis kleiner sind als klassische 16:9 Videos, weisen diese auch eine geringere Dateigröße auf, was eine bessere Performance der Videos bei geringerer Bandbreite ermöglichen kann.

Kontra

  • Durch die Veränderung des Bildverhältnisses werden bei Videos, die nicht primär für die Social-Media Nutzung gedacht sind ästhetische Anpassungen notwendig, die mitunter einen erheblichen Mehraufwand für Videoproducer bedeuten können.
  • Generell bleibt aus ästhetischer Sicht festzuhalten, dass 1:1 oder 9:16 Formate die Positionierung von Inhalten beeinträchtigen – etwa für Einblendungen neben Sprechern.
  • Fullscreen Performance von mobile-first Videos ist auf Desktop Computern ästhetisch nicht optimal, da hier an den Seiten Letterboxen entstehen.

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